30.06.2026
Gestern Abend erreichte uns im Rifugio per Animali in Manduria ein weiterer Notfall, der uns tief berührt hat.
Vor der Haustür unserer Tierheimleitung Valentina wurde eine Kiste abgestellt. Darin befand sich ein etwa sechs bis acht Wochen alter, vermutlich kleiner Pekinesen Mischlingswelpe, zusammen mit einem handgeschriebenen Zettel, auf dem nur stand:
“Valentina, bitte hilf ihm.”
Natürlich hat Valentina den kleinen Kerl sofort in ihre Obhut genommen. Der kleine Rüde, den wir Bartholomeo genannt haben, zeigt massive gesundheitliche Auffälligkeiten. Er kann nicht richtig laufen und auch seine Augen wirken sehr besorgniserregend. Unsere Vermutung ist, dass möglicherweise ein Wasserkopf, auch Hydrozephalus genannt, vorliegen könnte. Gewissheit werden wir jedoch erst nach der tierärztlichen Untersuchung haben.
Für Donnerstag haben wir bereits einen Termin in einer Tierklinik vereinbart. Dort wird Bartholomeo gründlich untersucht und wir werden erfahren, womit wir es zu tun haben und welche Chancen der kleine Kämpfer hat.
Trotz allem gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Bartholomeo kann selbstständig Urin und Kot absetzen, er frisst gut und ist bei Valentina in den besten Händen. Jetzt heißt es abwarten, hoffen und alles für ihn tun.
Was uns jedoch einmal mehr sprachlos macht, ist die Verantwortungslosigkeit mancher Menschen. Einen schwer kranken Welpen einfach in einer Kiste abzustellen und darauf zu vertrauen, dass andere sich schon kümmern werden, ist erschütternd. Tiere sind keine Gegenstände, die man entsorgt, wenn sie krank sind oder Probleme bereiten.
Das Tierleid in Süditalien ist längst zu einem Fass ohne Boden geworden. Unsere Kapazitäten sind eigentlich vollständig ausgeschöpft. Die finanzielle, körperliche und emotionale Belastung für die wenigen Menschen, die tagtäglich für diese Tiere kämpfen, wird immer größer. Dieses System kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn immer mehr Verantwortung auf den Schultern einiger weniger lastet.
Und trotzdem werden wir auch für Bartholomeo kämpfen. So wie wir um jedes einzelne Leben kämpfen.
Da wir davon ausgehen müssen, dass auf den kleinen Mann umfangreiche Untersuchungen und möglicherweise eine kostspielige Behandlung zukommen, suchen wir bereits jetzt Paten, die Bartholomeo auf seinem Weg begleiten und seine medizinische Versorgung unterstützen möchten.
Jede Patenschaft und jede Spende hilft dabei, diesem kleinen Kämpfer die Chance auf ein Leben zu geben, die er so sehr verdient.
Bitte drückt Bartholomeo die Daumen. Wir halten euch nach dem Kliniktermin selbstverständlich auf dem Laufenden.

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