Verletzte Taube, doch niemand mag helfen

Verletzte Taube, doch niemand mag helfen

19.04.2026

Gestern Nacht erhielten wir gegen 22:00 Uhr einen Anruf einer Hanauer Bürgerin, die eine schwer verletze Taube gefunden hat und diese auch sichern konnte. Die Frau benötigte Hilfe, einen Ansprechpartner und wand sich an die Polizeidienststelle Hanau. Dort wimmelte man die verzweifelte Frau ab, mit den Worten, dass die Polizei dafür nicht zuständig sei. Fertig. Die Frau erhielt keine Infos an wen sie sich in diesem Fall wenden kann. Als sie die Feuerwehr in Hanau kontaktieret erlebte sie das gleiche. Die Feuerwehr sei nicht zuständig und sie solle doch bitte in den Gelben Seiten schauen wo sie Hilfe erhalten kann. Willkommen im Jahr 2026! Bei der Googlesuche hatte sie dann einige Treffer, doch es war mal wieder so, dass ausschließlich wir an Telefon gegangen sind. Die Frau brachte uns das schwer verletze Tier und wir konnten sie heute morgen an das Stadttaubenprojekt Frankfurt übergeben, die sofort und unkompliziert geholfen haben. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

Eine Stadt mit über 100.000 Einwohnern, die sich nun groß auf die Fahne schreibt kreisfrei zu sein, ist nicht in der Lage eine Regelung für die Rettung von Wildtieren und Haustieren zu organisieren. Desinteresse und Ignoranz bei jenen, die sich dein Freund und Helfer schimpfen. Wir sind wütend und werden nun weitere Schritte einleiten, denn in solchen Fällen, die meistens Nachts oder am Wochenende auftreten, werden sowohl die Hanauer Bürgerinnen und Bürger als auch die in dieser Stadt lebenden Tiere sich selbst überlassen. Warum Schaffen es andere Gemeinden und Städte eine ordentliche Richtlinie und Zuständigkeit für in Not geratene Tiere zu erstellen? Warum sind die öffentlichen Stellen, wie Polizei und Feuerwehr, in anderen Gemeinden und Städten gewillt zu helfen? Fakt ist, dass es so nicht weiter gehen kann und wird.

Da die Taube wirklich schwer verletzt war, und nicht alle Menschen diesen Anblick ertragen, posten wir kein Foto des schwer verletzten Tieres.

Wir drücken der verletzten Taube nun alle Daumen.

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